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Gehirnjogging
Kau dich fit!

Stress und Anspannung

Mit kühlem Kopf durch den Büroalltag!

Von einem Meetingzum nächsten hetzen, die anstehende Präsentation fertigstellen und parallel denKundentermin vorbereiten – Der heutige Arbeitsalltag ist geprägt vonchronischem Zeitmangel, wachsendem Arbeitstempo und steigendem Leistungsdruck.Da bleibt die nötige Konzentration leicht auf der Strecke. Kleine Hilfen wieKaugummikauen können jedoch helfen, trotz Stress einen kühlen Kopf imhektischen Büroalltag zu bewahren.

Eine aktuelle Umfrage belegt, Stress und Hektik prägen das moderne Arbeitsleben: Jeder dritteBerufstätige arbeitet am Limit und fühlt sich stark erschöpft. Stressauslösersind dabei vor allem hoher Termindruck, unflexible Arbeitszeiten und unsichereBeschäftigungsverhältnisse. Doch auch wenn leichter Stress kurzfristigleistungssteigernd wirken kann, beeinträchtigt zu viel Druck dieKonzentrationsfähigkeit und das Erinnerungsvermögen. Die Folge:Flüchtigkeitsfehler häufen sich, das Gefühl der Überforderung wächst und dieMotivation sinkt. Ein Teufelskreis, der es fast unmöglich macht, optimaleLeistung zu erbringen.

Mit ein paar kleinenTricks, die nicht viel Zeit in Anspruch nehmen, kann dem vorgebeugt und dem Stressein Schnippchen geschlagen werden. Für ein Mehr an Entspannung und Konzentrationsfähigkeit.


1. Bewusst Zeitmanagen

Um Stress imArbeitsalltag zu vermeiden, ist ein effektives Zeitmanagement unumgänglich. Diezu erledigenden Aufgaben nach A-, B- und C-Prioritäten zu ordnen steht dabeiganz oben: „Es ist ratsam, morgens, ausgeruht mit einer A-Aufgabe zu beginnen“,empfiehlt der Lübecker Diplom-Psychologe und Buchautor Henrik Brandt. Diesesollten den Hauptteil der Arbeitszeit ausmachen. Danach den B-Aufgaben widmenund C-Aufgaben in einem Leistungstief, z.B. nach dem Mittagessen, dazwischenschalten. Daneben hilft es, besonders große Aufgaben in kleinere, gutstrukturierte „Teilprojekte“ zu unterteilen. „Mit dem „Prinzip der kleinenSchritte“ erhöhen sich die Erfolgserlebnisse, weil so das Gefühl vermitteltwird, dass Dinge wirklich abgearbeitet werden“, so der Lübecker Psychologeweiter. Doch Unvorhergesehenes kann immer eintreffen, egal wie gut der Tagstrukturiert ist. Daher 60 Prozent des Tages für eingeplante Aufgabenreservieren und die restlichen 40 Prozent für nicht geplante Tätigkeitenfreihalten.


2. Stressfreipunkten

Im Arbeitsalltag istvolle Konzentration gefragt, schnell auf den Punkt zu kommen ist Pflicht. Dabeihilft es, auch mal einen ganz speziellen Punkt ins Rampenlicht zu rücken, dersich in der Kuhle zwischen Daumen und Zeigefinger befindet. Den Daumen deranderen Hand dazwischen hinein legen, die Stelle zehn Sekunden lang drücken unddann zwei Sekunden locker lassen. Bei stärkerem Druck ist bald ein intensiverSchmerz zu verspüren. Trotzdem sollte der Druck aufrecht erhalten werden. Nacheiner Minute einfach die gleiche Stelle der anderen Hand drücken. DieStimulation der Reflexpunkte kann helfen, das Konzentrationsvermögen zusteigern. Für eine Punktlandung!


3. Langsam Luftholen

Den Stress einfachweg atmen – aber mit der richtigen Technik. „In Stresssituationen atmen wirmanchmal zu schnell, was es zu einer höheren Sauerstoffaufnahme und einerVerringerung des Kohlendioxidgehalts im Blut führen kann“, erklärt Brandt.„Durch den Kohlendioxidabfall im Körper steigt der pH-Wert im Blut. Dadurchfällt jedoch der Kalziumpegel, was die Nerven empfindlicher werden und dieAnspannung steigen lässt“, so Brandt weiter. Schnelle Hilfe bringt da der 5-Minuten-Trick: Statt im Durchschnitt16-mal pro Minute, wird nun ganz bewusst viermal in der Minute ein- undausgeatmet – fünf Minuten lang. Die geringere Sauerstoffzufuhr beigleichzeitiger Erhöhung des Kohlendioxidgehalts führt zu einem Wiederanstiegdes Kalziumspiegels, was die innere Ruhe fördern kann. Mit ein wenig Übung lässtsich so auch in stressigen Situationen ein kühler Kopf bewahren.


4. Konzentriertkauen

Was sollte aufkeinem Schreibtisch fehlen? Kaugummi. „Kaugummi kann dazu beitragen, akuteAnspannung abzubauen und neue Energie zu tanken“, davon ist Henrik Brandt überzeugt.Auch aktuelle Studien belegen, dass Kaugummikauen helfen kann, dieAufmerksamkeit zu erhöhen und Stress zu reduzieren. Darüber hinaus kannKaugummikauen die Konzentration unterstützen. Es wird vermutet, dass diesepositive Wirkung mit der erhöhten Blutzufuhr im Gehirn zusammen hängt. EinPäckchen Kaugummi ist also ein nützliches Schreibtischutensil, wenn es darumgeht, den Knoten im Kopf weg zu kauen.


5. Allein denken

Der perfekte Text,das perfekte Konzept, die perfekte Übersetzung – das gelingt nicht von selbst. Vorallem dann nicht, wenn Telefonanrufe, Kollegenanfragen oder E-Mails fürAblenkung sorgen. Um für ein paar Stunden ungestört arbeiten zu können, ambesten die Bürotür schließen, das Telefon auf den Apparat des Kollegen umleitenund E-Mails nur alle zwei Stunden checken. Noch besser: das Mail-Programmkomplett herunterfahren. Sollte ein anderer Kollege gerade einen halben TagUrlaub haben, einfach in dessen Zimmer ziehen und die Stille für daskonzentrierte Arbeiten genießen.


6. Sportlicharbeiten

„RegelmäßigeBewegung unterstützt den Stressabbau und fördert die Konzentration“, so Brandt.Damit im Büro keine Müdigkeit aufkommt, hilft der „kleine Gang zwischendurch“.Warum nicht mal den Kollegen im Nachbarbüro besuchen, anstatt eine E-Mail zuschreiben? Oder den Weg zur Toilette nutzen, um die Nackenmuskulatur mitSchulterkreisen zu lockern? Warum nicht morgens mit dem Rad in die Arbeitfahren und mittags eine Runde um den Block laufen? Das tut der Konzentration gutund die Extraportion Sauerstoff gibt’s obendrauf.


7. Bewusst lockerlassen

Stress lässt denMenschen verkrampfen. Die Stirn wird in Falten gelegt, die Zähnezusammengebissen und die Schultern bis zu den Ohren gezogen. Das ist wedergemütlich noch gesund. Die Strategie dagegen: Augen schließen, tief durchatmen,fühlen, wo die Verspannungen sitzen und dann… locker lassen! „Den meistenMenschen ist gar nicht bewusst, welche Partien ihres Körpers verspannt sind“,sagt Henrik Brandt. Er erklärt: „Muskuläre Verspannungen müssen erst einmal ansich selbst erkannt werden – im nächsten Schritt kann dann etwas dagegen getanwerden.“ In dem Fall: Die betroffenen Stellen einfach eine Minute bewussthängen lassen, dabei ruhig ein- und ausatmen und an etwas Angenehmes denken.Das entspannt und hilft beim Weiterarbeiten.


 
 
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