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Gehirnjogging
Stress bei der Arbeit

 

Tipps & Tricks, wie Sie mit Stress bei der Arbeit besser fertig werden können

Was tun bei akutem Arbeitsstress?
Oft können kleine, aber äußerst effektive Methoden helfen:

  • Bei akutem Stress im Job kann Gymnastik im Büro, auch Schreibtischgymnastik genannt, kurzfristig Abhilfe schaffen. Durch kurze, kaum aufwendige Übungen wird die Muskulatur entspannt und damit die Durchblutung gefördert.
  • Atemübungen können helfen, Körper und Geist zu entspannen und somit akuten Stress abzubauen. Die Atmung wird unbewusst durch Aufregung, Stress und Angst zum negativen verändert. Mit verschiedenen Atemübungen kann man so einen Ausgleich schaffen: Atmen Sie beispielsweise ruhig durch die Nase ein, halten für ein paar Sekunden die Luft an und atmen ebenso ruhig wieder aus. Diese Atemübung absolvieren Sie nun etwa 10-12-mal hintereinander.
  • In vielen Fällen kann Kaugummikauen bei der Stressbewältigung helfen. Für viele Menschen dient es als einfaches Ventil, um Anspannungen abzubauen und dadurch Stress besser bewältigen zu können. Die Belastung wird als deutlich geringer empfunden, was wiederum die Leistungsfähigkeit fördert und die Angst vor Versagen mindert. Außerdem steigert es - wahrscheinlich durch die Mundbewegung - die Durchblutung des Gehirns und wird von vielen Menschen als entspannend empfunden.

Und was tun bei Dauerbelastung?
Genügend Schlaf, Entspannung und sportliche Aktivitäten können helfen diese abzubauen.

  • Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen ist Sport - mindestens dreimal in der Woche - auf lange Sicht eines der besten Mittel gegen beruflichen Stress bzw. Dauerbelastung. Durch Stress wird der Körper nur geistig müde. Vor allem in solchen Situationen beleben körperliche Aktivitäten wie Bewegung und Sport den Körper und geben neue Energie. Laut dem Deutschen Olympischen Sportbund sind besonders geeignet: Walking, Joggen, Rad fahren, Schwimmen, Tanzen.
  • Autogenes Training, die wohl bekannteste Entspannungstechnik in Deutschland, kann durch konzentrierte Selbstbeeinflussung Anspannungszustände verringern, wodurch ein positiver Zustand körperlicher und geistiger Gelassenheit erreicht werden kann.
  • Eine gezielte Entspannungstechnik bei Dauerbelastung ist die progressive Muskelentspannung. Dabei werden nacheinander ("progressiv") die wichtigsten Muskelgruppen zunächst bewusst angespannt und dann entspannt und gelockert, wodurch sich die Muskulatur mehr und mehr löst. Das kann zur seelischen Entspannung beitragen. Zunächst konzentriert man sich auf eine Muskelgruppe, z. B. die rechte Hand. Diese wird langsam zur Faust geballt. Dabei die Spannung in den Muskeln der rechten Hand spüren und die Muskeln immer stärker anspannen. Die Spannung etwa 5 bis 8 Sekunden halten. Anschließend die Hand etwa 30 Sekunden lang bewusst lockern. Übung wiederholen. Nach 40 Sekunden Entspannung geht man zur nächsten Muskelgruppe über.
  • Yoga vereint körperliche Übungen mit innerer Ruhe. Durch die Verbesserung des Körperbewusstseins sowie der Motorik, lassen sich Verspannungen lösen und Stress kann sich abbauen. Denn die Konzentration auf Körper und Atmung hilft, vom stressigen Alltag Abstand zu gewinnen; die neue positive Körperwahrnehmung verhilft zu einer ausgeglichenen Grundhaltung und einem entspannten Lebensgefühl.
  • Tai Chi und Qi Gong, beides Maßnahmen spiritueller Natur kombiniert mit physischen Einflüssen, können dazu beitragen, stressbedingte Blockaden und Verspannungen zu lösen. Um dies zu erlangen, werden ruhige und tiefe Atmung, mit geistiger Konzentration und mit langsamen, einfachen Bewegungsabläufen kombiniert.
Generell gilt, dass jeder Stressgeplagte seinen eigenen, individuellen Weg zur Stressbewältigung finden muss.
Interview mit Stefanie Fehr-Hoberg
 
Im Interview: Stefanie Fehr-Hoberg, Kommunikations- und Anti-Stress-Trainerin
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